Wohlhabende Anleger setzen vermehrt auf Nachhaltigkeit

Der Anteil nachhaltiger Investmentprodukte in den Depots europäischer Millionäre ist seit 2008 massiv gestiegen, stellt eine aktuelle Studie des European Sustainable Investment Forum (Eurosif) unter europäischen Vermögensverwaltern und Family Offices fest.


Schloss La Roque der Familie Beaumont

729 Milliarden Euro wurden von wohlhabenden Anlegern in Europa in nachhaltige Produkten angelegt. Das entspricht ca. 11 Prozent ihres gesamten Vermögens. Seit 2008 ist somit der Anteil der nachhaltigen Produkte in den Depots der Millionäre um mehr als ein Drittel gewachsen. Bis zum Jahr 2013 rechnen die Forscher mit einer weiteren Steigerung um 15 Prozent.

Susanne Klatten (Altana, BMW), mit einem Vermögen von geschätzten 8,5 Milliarden Euro eine der reichsten Deutschen, investiert vermehrt in Nachhaltigkeit. Mit nunmehr 25 Prozent ist sie am Windanlagenbauer Nordex beteiligt. Und die Familie Brenninkmeyer (C&A) ist Großaktionär beim Solarunternehmen Q-Cells. Immo Ströer, Spross des gleichnamigen Werbeimperiums, setzte früh auf Solarmodul-hersteller Solon.

Auch Privatbanken partizipieren an diesem Trend. Penny Shepherd, Leiter der britischen Eurosif-Tochter UKsif, berichtet, dass die internen Kapazitäten im Bereich der nachhaltigen Investments bei den Banken ausgebaut werden. Gesucht werden vor allem externe Spezialisten für sozial und ökologisch sinnvolle Finanzprodukte.